{"id":8844,"date":"2018-12-03T21:32:11","date_gmt":"2018-12-03T20:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rg16.at\/?p=8844"},"modified":"2018-12-03T21:32:11","modified_gmt":"2018-12-03T20:32:11","slug":"die-stadt-ohne-juden-muslime-fluechtlinge-auslaender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/2018\/12\/03\/die-stadt-ohne-juden-muslime-fluechtlinge-auslaender\/","title":{"rendered":"DIE STADT OHNE JUDEN MUSLIME FL\u00dcCHTLINGE AUSL\u00c4NDER"},"content":{"rendered":"<p>Am 12.11.2018 (100 Jahre Erste Republik \u00d6sterreich) besuchten wir, die <strong>\u201ePsychologie-Wahlpflichtfachgruppe der 7B\u201c<\/strong>, gemeinsam mit <strong>Prof. KRIEGER<\/strong> und <strong>Prof. SERIN<\/strong> eine sehr ber\u00fchrende und zum Nachdenken anregende Ausstellung:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><u>DIE STADT OHNE<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><u>JUDEN MUSLIME FL\u00dcCHTLINGE AUSL\u00c4NDER <\/u><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der von Hugo Bettauer verfasste Roman \u201eDIE STADT OHNE JUDEN\u201c inspirierte die Ausstellung, vergleicht die rassistische Lage Anfang des 20. Jahrhunderts mit der heutigen Zeit. Auch die heutige Lage ist einigerma\u00dfen erschreckend.<\/p>\n<p>Um diesen Vergleich widerzuspiegeln, werden die f\u00fcnf sogenannten Ausschlussmechanismen<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Polarisierung (Propaganda), S\u00fcndenb\u00f6cke, Empathieverlust, Brutalisierung und der Ausschluss<\/strong><\/p>\n<p>in der Gesellschaft damals und heute dargestellt.<\/p>\n<p>Damals fing die NSDAP an viel Propaganda zu machen, indem sie die unschuldigen Juden als \u201eS\u00fcndenb\u00f6cke\u201c dargestellt hat. Es wurde verbreitet, dass sie angeblich den Staat zerst\u00f6ren w\u00fcrden und &#8222;Abschaum&#8220; w\u00e4ren. Diesen Menschen wurde immer weniger Empathie entgegengebracht und es kam zur Brutalisierung.<\/p>\n<p>Heutzutage unterscheidet sich die Lage kaum von der damaligen Zeit. Nun wurden neue S\u00fcndenb\u00f6cke gefunden, denn heute sind es die \u201eMuslime, Ausl\u00e4nder und insbesondere Fl\u00fcchtlinge\u201c. Die meisten Menschen lassen sich das gefallen, was eindeutig der falsche Weg ist und ins Verderben f\u00fchrt. Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke, man verletzt andere Menschen, anfangs nur verbal, sp\u00e4ter auch physisch!<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kam es zum Ausschluss. Wie k\u00f6nnten wir denn die KZ-Lager und die grausamen und unz\u00e4hlbaren Massenmorde je vergessen? Zahllose Kinder waren unter den Ermordeten.<\/p>\n<p>Eine Wiederholung dieser schrecklichen Zeit muss verhindert werden, denn sie kommt schneller, als man vielleicht denken mag! Dies wurde sehr gut\u00a0 in dieser Ausstellung gezeigt, unter anderem durch diese beiden Wahlplakate f\u00fcr die Nationalratswahlen (von 1920 und von 2006):<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom.2.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-8828 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom.2-300x238.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom.2-300x238.jpg 300w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom.2.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>[Quelle: <a href=\"https:\/\/www.filmarchiv.at\/digitorial\/die-stadt-ohne\/\">https:\/\/www.filmarchiv.at\/digitorial\/die-stadt-ohne\/<\/a>, 26.11.2018]<\/p>\n<p>Wie eindeutig erkennbar ist, gibt es heute immer noch sehr viel Rassismus, auch wenn es einem zuerst vielleicht nicht so erscheint. Man baut unsichtbare Mauern um sich, und die Unschuldigen werden aufgrund ihrer Hautfarbe, Kultur oder Religion aus der Gesellschaft ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Sollte eine Frau ein Kopftuch tragen, hei\u00dft es: Sie k\u00f6nne kein Deutsch, w\u00fcrde nicht arbeiten, w\u00e4re von ihrem Ehemann gezwungen worden, das Kopftuch zu tragen &#8230;<\/p>\n<p>Bei einem Mann mit Migrationshintergrund hei\u00dft es: Er w\u00e4re kriminell, w\u00fcrde Frauen erniedrigen, w\u00e4re ein Fl\u00fcchtling oder ein &#8222;Sozialschmarotzer&#8220;, der vom Staat Hilfe bekommt und nicht arbeitet.<\/p>\n<p>Sollte eine Person ein Verbrechen begehen, erz\u00e4hlt man, jede\/r mit deren Kultur oder Hautfarbe w\u00e4re auch ein Verbrecher! Durch solche Vorurteile entstehen Hassgef\u00fchle, aus Hass entsteht Gewalt und schlie\u00dflich f\u00fchrt dies zur Empathieverlust. Diese Missachtung muss gestoppt werden.<\/p>\n<p>Wie ein weiser Mann mal sagte:<\/p>\n<p>&#8222;<em>Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die b\u00f6se sind, sondern von denen, die das B\u00f6se zulassen.&#8220; <\/em><\/p>\n<p><strong>Arbnora, Esma, G\u00f6khan und Rabia<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Gruppe:<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir haben eine Ausstellung namens <strong>\u201eDie Stadt ohne Juden\u201c<\/strong> besucht, in der es um den Nationalsozialismus in Wien geht und welche auf dem Film \u201eDie Stadt ohne Juden\u201c basiert. Au\u00dferdem ist die Ausstellung sehr an die Gegenwart mit all der Islamophobie, Ausl\u00e4nderfeindlichkeit usw. gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Unsere Gruppe hat sich \u00fcberlegt, inwiefern wir selbst schon mit Alltagsrassismus konfrontiert waren:<\/p>\n<p>Die Ausstellung war sehr interessant, da ich unter anderem neue Sachen \u00fcber den Autor des Buches dazugelernt habe. Vor kurzem wurde jemand in der U4 rassistisch behandelt. In der N\u00e4he des Sitzplatzes eines dunkelh\u00e4utigen Mannes haben sich Menschen geweigert, sich hinzusetzen, was man an deren abwertenden Blicken bemerkt hat. Ein \u00e4lterer Mann hat sogar \u201eVerpiss\u2018 dich, du Neger!\u201c geschrien, was mich sehr entt\u00e4uscht hat. Es ist traurig zu sehen, dass Menschen mit einem dunkleren Hautton tagt\u00e4glich noch immer mit Rassismus konfrontiert werden. &#8211; <strong><em>Danijela<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor ein paar Monaten war ich auf der Alser Stra\u00dfe, wo ich einen Mann bemerkt habe, der durch die Gegend gegangen ist und dabei \u201eIhr schei* Ausl\u00e4nder, geht alle raus! Das ist unser Vaterland! Ihr habt hier nichts verloren\u201c geschrien hat. Das war gar nicht in Ordnung, da er damit viele Menschen verbal angegriffen und verletzt hat. &#8211; <strong><em>\u00d6zlem<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Mich hat die Ausstellung sehr beeindruckt, genauso wie die \u00fcbergebliebenen Sachen, die j\u00fcdischen Familien geh\u00f6rt haben. Es war alles sehr bedr\u00fcckend. Dennoch bin ich froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben und bin dankbar f\u00fcr die Gegenwart im Gegensatz zu der Vergangenheit. Ich w\u00fcnschte, die Welt w\u00e4re frei von Vorurteilen, nur leider ist es noch immer nicht so. &#8211; <strong><em>Klara<\/em><\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich war die Ausstellung zutiefst eindrucksvoll. All die \u201e\u00dcberreste\u201c der Juden dieser Zeit (pers\u00f6nliches Eigentum wie z.B. Kochrezepte, Schriftst\u00fccke und der Kabinenkoffer von Sigmund Freud), welche mir Einblicke in deren Leben verschafft haben, haben sehr beeindruckend auf mich gewirkt. Ich bin froh, dass die Zeit des Nationalsozialismus vorbei ist, und hoffe, dass jene Zeit sich nie wiederholt.<\/p>\n<p>Dennoch erleben wir heute immer noch Rassismus, Xenophobie und andere negative Einstellungen, Denk- und Handlungsweisen bez\u00fcglich uns Menschen <strong>(die eigentlich alle gleich sind)<\/strong>. &#8211; <strong><em>Marijana<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom2b.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8829\" src=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom2b-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom2b-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom2b.jpg 443w\" sizes=\"(max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom4a.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-8831 alignleft\" src=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom4a-300x156.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom4a-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom4a.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/auss4.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8827\" src=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/auss4-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/auss4-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/auss4-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/auss4.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom3a.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8830\" src=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom3a-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom3a-210x300.jpg 210w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom3a-717x1024.jpg 717w, https:\/\/www.rg16.at\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hom3a.jpg 736w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Veranstaltungshinweis:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDIE STADT OHNE JUDEN MUSLIME FL\u00dcCHTLINGE AUSL\u00c4NDER\u201c bis 30. Dezember 2018, Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien. T\u00e4glich 15.00 bis 21.00 Uhr.<\/p>\n<p>[Quelle: <a href=\"https:\/\/www.filmarchiv.at\/program\/exhibition\/die-stadt-ohne\/\">https:\/\/www.filmarchiv.at\/program\/exhibition\/die-stadt-ohne\/<\/a>, 23.11.2018]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12.11.2018 (100 Jahre Erste Republik \u00d6sterreich) besuchten wir, die \u201ePsychologie-Wahlpflichtfachgruppe der 7B\u201c, gemeinsam mit Prof. KRIEGER und Prof. SERIN eine sehr ber\u00fchrende und zum Nachdenken anregende Ausstellung: DIE STADT OHNE JUDEN MUSLIME FL\u00dcCHTLINGE AUSL\u00c4NDER &nbsp; Der von Hugo Bettauer<\/p>\n","protected":false},"author":51,"featured_media":8829,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[423],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8844"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/51"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8844"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8844\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8851,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8844\/revisions\/8851"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8844"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rg16.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}